Mädchen mit irreversiblen Deformitäten der Hände und Augenleiden durch Lepra, DAHW 2026

Ziel des Pilotprojektes ist es, latent infizierte Kinder mittels DNA-Nachweis des Mykobakterium leprae zu identifizieren und den Keim medikamentös auszumerzen. Damit werden die anderenfalls drohenden lebenslangen Behinderungen der Kinder durch Lähmungen und Blindheit sowie Stigmatisierung wegen Entstellung und sozioökonomische Probleme verhindert. Das Pilotprojekt dient auch dazu, latent infizierte Schwangere frühzeitig zu entdecken und die antibiotische Abdeckung sicherzustellen. Um Re-Infektionen und Neu-Infektionen zu vermeiden, wird das Screening auf Familienmitglieder und weitere Bezugspersonen erweitert. Inhaltliche Berater und Mitarbeiter des Projekts sind Lepra-Experten, die über alle notwendigen Kontakte vor Ort zu den Gesundheitszentren (Puskesmas), Gemeindeschwestern und Gemeindevertretern verfügen sowie über den Rückhalt des Indonesischen Gesundheitsministeriums. Der Nachhaltigkeit des Projekts wird auch ein Knowhow-Transfer dienen. Die beiden Projekt-Orte sind Halmahera Utara, Nord-Molukken und Indramayu, West-Java, ein ländlicher und ein städtischer Ort mit jeweils dem höchsten Kinder-Anteil an Lepra-Kranken in Indonesien.

Für die Umsetzung benötigen wir trotz des Haupt-Sponsorings durch deutsche und niederländische Rotary Clubs dringend Spender für weitere Screening-Geräte à 14400 Dollar und Labor-Kits (je Kind 7.50 Dollar), um die Zahl der gescreenten Kinder erhöhen und vor dem Ausbruch der Lepra-Erkrankung mit all ihren schrecklichen Folgen beschützen zu können.

Prof. Dr. med. Antoinette am Zehnhoff-Dinnesen, Vizepräsidentin der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft für Medizin

Prof. Rasjid Soeparwata, Präsident der Indonesischen Sektion der DIGM

Priv.-Doz. Dr. med. Prof. (PL) Matthias Prinz zu Schwarzburg, Präsident der DIGM